Die Blaskapelle Büchlberg

100 Jahre Blasmusik-Geschichte

auf allen Kontinenten
unterwegs

Auf allen Kontinenten spielten
sich die Büchlberger Musikanten schon in die Herzen der Menschen – lediglich
der Südpol fehlt noch in der imposanten Tourneegeschichte; ist aber ebenfalls
schon fest in Planung. Auftritte im benachbarten Ausland (Österreich, Italien, Ungarn etc.) sind da schon fast zur Routine geworden. Unvergesslich sind die Disney-Florida-Rundreise (1988), der Auftritt als Festkapelle beim 13. Nordamerikanischen
Gautrachtenfest in Vancouver/Kanada auf Einladung
der „Bavarian Schuhplattler Vereins-Society Almrausch“ (1991), die Südamerikareise nach Argentinien und Brasilien (1998) sowie eine Erdumrundung von Ost nach West mit Gastspielen in Singapur, Australien, Neuseeland und den Cook-Inseln im Stillen Ozean (2012).

Musiker-Dynastien

Von Anfang an haben bestimmte Musikerfamilien, Geschwister oder herausragende Einzelpersönlichkeiten die Geschicke der Blechmusi“ –wie sie früher im Volksmund genannt wurden- beeinflusst oder maßgeblich gelenkt! So sind auch mit der Blaskapelle Büchlberg e.V. bestimmte (Haus)Namen unwiderruflich verknüpft. Sorgten in der Gründerzeit drei „Irgl’n“ (=Poxleitner) zwei „Dichtl’n“ (=Meisinger) und zwei Eibl-Brüder für eine tragende Besetzung, kam später noch der „Schmidmundl Wigg“ (=Schröger) hinzu, der über 60 Jahre lang dann den Bombardon blies.

Die Blaskapelle Büchlberg!

Am Ende des Jahres 1911 fasste eine Anzahl junger Büchlberger den Entschluss, eine Musikkapelle zu gründen. Im Jahre 1912 wurden die Instrumente beschafft. Wie noch ein Schuldschein bezeigt, musste dafür Geld aufgenommen werden. Als „Instrukteur“ konnte Unteroffizier Otto Pelz von der Regimentskapelle des 16. Infanterie-Regiments Passau gewonnen werden.

Zum ersten Male trat die Musikkapelle -die sich „Musikverein Büchlberg“ nannte-  bei der Fronleichnamsprozession in Büchlberg an die Öffentlichkeit. Im „Gasthaus Eibl“ spielte die Kapelle beim Rekrutenabschied am 6. Oktober 1912 ihre erste Tanzveranstaltung; dabei hatte die Kapelle 67 Mark Einnahmen.

Im Laufe der Jahrzehnte durchlebte die Blaskapelle neben vielen Höhepunkten auch schmerzhafte Rückschläge. Jedes Mal aber fanden sich wieder eingefleischte Vollblut-Musikanten neu zusammen, die die Blasmusiktradition weiterführten und neue Akzente setzen konnten. 

Die Feier zum 100-jährigen Bestehens fand im Juli 2012 im großen Rahmen statt, denn es wurde zusammen mit dem 40jährigen Gründungsjubiläum der Ulrichsbläser Büchlberg würdig mit dem „Tag der Blasmusik“ des Landkreises Passau unter Schirmherrschaft von Landrat Franz Meyer musikalisch gefeiert. Auch nach einhundert Jahren ist die Blaskapelle ein lebhafter und nicht müde werdender Verein der seinen festen Platz in der Gemeinde und Landkreis hat. Bei Stand-  und Kurkonzerten, Kirchlichen Veranstaltungen, Geburtstagsständchen, Volks- und sonstigen Festen sorgen sie jederzeit für Stimmung und gute Laune. Die Heimat der Kapelle ist der Proberaum in der Pension Meisinger wo regelmäßig einmal pro Woche geprobt wird und anschließend das gesellige Leben  nicht vernachlässigt wird. Zum Jubiläum wurde auch die Original Büchlberger Tracht neu angeschafft. Sie besteht aus schwarzer Lodenjacke grünen Laibchen, schwarzer Kniebund-Lederhose, weißem Hemd und Kniestrümpfen.